Theodor Hummel

   Theodor Hummel


14. Mai bis 3. Oktober 2005
Ausstellung der Inselgalerie Gailer GbR in der Torhalle Frauenchiemsee


Theodor Hummel
1864 Schliersee - 1939 München

"1906 hatte Hummel den Chiemsee für sich entdeckt. Diese ebenso intime  wie monumentale Natur bildete für den Rest seines Lebens den wesentlichen Schauplatz des Schaffens. Seit 1914 hat er, wieman hört, jeden Sommer dort verbracht, wo er Ende 1926 im Ort Harras bei Prien ein Anwesen erwarb. Hier fand er, unabhängiger denn je, auch als Künstler ganz zu sich selbst. Seiner Art von Impressionismus blieb er treu, aber auf  gänzlich undogmatische , gelöste Weise, als hätte er nie etwas anderes gewollt und angestrebt als ebendies. Man hat den Eindruck, als beabsichtige er jetzt, als alter Mann, der ausreichend Ehren genoss, sich ein Malen allein zur Herzensfreude zu gönnen."

Eberhard Ruhmer
(In: Kat. Ausst. "Theodor Hummel. Weg eines deutschen Impressionisten", hrsg. v. Markt Prien am Chiemsee (Prien, Galerie im Alten Rathaus, 14.05. - 04.07.1993), Prien 1993.)

Hummel war auf fast allen Gebieten der Malerei tätig: Blumenstilleben, Gartenbilder, Chiemseelandschaften, Fabrikbilder, Mädchenbildnisse, Städtebilder u. a. München, Venedig, Chioggia und der Hamburger Hafen. In seiner virtuosen impressionistischen Technik bevorzugte er einen breiten pastosen Pinselduktus sowie kontrastierende Farben einer leuchtenden Palette.


1864            geboren am 15. November als Sohn eines Arztes in Schliersee.

       1883-88       Studium an der Münchner Akademie bei Nikolaus Gysis und Ludwig von Löfftz.

       1890            tritt er auf der Münchner Glaspalastausstellung mit dem Gemälde „Mutterglück“
       hervor.

       1891            Ehrendiplom auf der Int. Kunstausstellung in Berlin.

       1892            Mitglied und regelmäßiger Aussteller der Münchner Sezession.

       1894            Ehrenmedaille auf der Int. Kunstausstellung in Barcelona für das Bild „Am Totenbett
       der Mutter“. 
       Ankauf für das Museum of Modern Art in Barcelona.

       1900            Ehrendiplom auf der Exposition Universelle in Paris.

       1903            Auf Anraten von Walter Leistikow zieht Hummel nach Berlin und gründet eine
       Damenmalschule im "Bayerischen Viertel".

       1904            Am 15. September heiratet er die Malschülerin Pauline Ritter.

       1906            Rückkehr nach München. 1. Sommeraufenthalt mit seiner Malschule auf
       Frauenchiemsee.

       1907            Wanderausstellung in Buffalo, St. Louis, Chicago, Indianapolis und Washington.

       1908            Das auf der Biennale in Venedig ausgestellte Gemälde „Bauernstube“ wird für die
       Int. Galleria d’Arte Moderna in Venedig angekauft.

1909            Ernennung zum Professor.
                  Goldmedaille auf der Int. Kunstausstellung im Münchner Glaspalast für das Bild
                  „Glashütte im Bayerischen Wald“.

1913            Sonderausstellung mit 33 Bildern in der Münchner Galerie Brakl.

1914            Erstmals Sommeraufenthalte am Chiemsee, dann regelmäßig.

1916            Staatsankauf auf der Sommerausstellung der Münchner Sezession.

       1922            Erstmals Aussteller der Künstlergemeinschaft „Die Frauenwörther“ auf
       Frauenchiemsee, dann fortlaufend.

1925             Ernennung zum Ehrenmitglied der Münchner Akademie.

1926             Erwerb eines Anwesens in Harras bei Prien.

1927             Sonderausstellung mit 27 Gemälden im Münchner Glaspalast.
                   Ankauf für die Neue Pinakothek München.

       1927-33        Gastaussteller der Künstlervereinigung „Die Welle“ in Prien.

       1931             Die Bayerische Staatsgemäldesammlungen erwirbt „Blumenstück“ auf der
       Ausstellung im Deutschen Museum.

       1935             Anlässlich seines 70. Geburtstages Sonderausstellung mit 73 Bildern im Rahmen
       der Frühjahrsausstellung der Münchner Sezession.

       1939             gestorben im Juli. Der genaue Todestag (15. Juli oder 29. Juli) und die
       Todesursache (vermutlich Ertrinken) sind amtlich nie festgestellt worden.
       Grabstätte auf dem Waldfriedhof in München.

       1941            Gedächtnisausstellung im Kunstverein München.

       1943            Tod seiner Ehefrau Pauline.

       1993            Gedächtnisausstellung in der Galerie im Alten Rathaus in Prien.



Theodor Hummel Ausblick auf Frauenchiemsee
Öl/Leinwand | 1920/25 | 61 x 81 cm
Theodor Hummel Zinnien und Phlox
Öl/Leinwand | 1915 | 58 x 43 cm
Theodor Hummel Garten in Harras
Öl/Leinwand | um 1930 | 53,5 x 74,5 cm
Theodor Hummel Viktualienmarkt in München
Öl/Karton | um 1920 | 35 x 43 cm
Theodor Hummel Stillleben auf dem Tisch
Öl/Leinwand | 1911
 Theodor Hummel Sommerblumenstrauß
Öl/Leinwand | um 1920 | 50 x 58 cm
 Theodor Hummel Im Hafen von Chioggia
Öl/Leinwand | um 1920 | 50 x 70 cm
Theodor Hummel

Pfingstrosen
Öl/Leinwand | um 1925 | 56 x 69 cm

Theodor Hummel Sitzendes Mädchen
Öl/Leinwand | um 1915
Theodor Hummel Zwei Blumensträuße
Öl/Leinwand | um 1920
Theodor Hummel Stillleben mit Früchten
Öl/Karton | 1916
Theodor Hummel Sonnenblumen und Zinnien im Krug
Öl/Leinwand | um 1920 | 54,5 x 60,5 cm
Theodor Hummel Im Garten von Harras, Blick gegen Urschalling
Öl/Karton | um 1934 | 47 x 67,5 cm
Theodor Hummel Stillleben mit Früchten
Öl/Leinwand | um 1925
Theodor Hummel Die Gattin des Künstlers Pauline mit Hund
Öl/Karton | um 1910
Theodor Hummel Bauerngarten
Öl/Leinwand | um 1920 | 57,5 x 73,5
 Theodor Hummel Sommerstrauß mit Dahlien
Öl/Leinwand | 1929 | 55 x 61,5 cm
Theodor Hummel Seebruck am Chiemsee
Öl/Leinwand | 1920/25 | 52 x 73 cm
Theodor Hummel Stillleben im Garten
Öl/Leinwand | 1916 | 47,5 x 60,5 cm