Eugen Croissant

Eugen Croissant


14. September bis 13. Oktober 1985
Ausstellung der Galerie Gailer GbR im Muggli-Haus Bad Aibling

25. Oktober bis 21. Dezember 1986
Ausstellung der Galerie Gailer GbR im Muggli-Haus Bad Aibling

11. März bis 9. April 1989
Ausstellung der Galerie Gailer GbR im Muggli-Haus Bad Aibling

27. März bis 9. Mai 1993
Ausstellung der Galerie Gailer GbR im Muggli-Haus Bad Aibling

17. Oktober bis 29. November 1998
Ausstellung der Galerie Gailer GbR in der Galerie Markt Bruckmühl

14. September bis 20. Oktober 2002
Ausstellung der Inselgalerie Gailer GbR in der Galerie Markt Bruckmühl

15. Dezember bis 28. Januar 2006/07
Ausstellung der Galerie Gailer GbR in Kooperation mit der Stadt Rosenheim in der Städtischen Galerie Rosenheim


Eugen Croissant
1898 Landau in der Pfalz - 1976 Urfahrn am Chiemsee


"Die Akademie ehrt das Lebenswerk eines Malers, der fern allem lauten Betrieb, ohne Konzession an vorübergehende Moden seinen eigenen Weg gegangen ist. Seit Jahrzehnten in einem stillen Haus am Chiemsee lebend, hat er sich insbesondere auch der Darstellung dieses vielgemalten Landstrichs gewidmet, ohne jemals die Schablone des Herkömmlichen zu berühren. In seinen Aquarallen spürt er dem Zauber des Lichts, der Kraft und der Zartheit der Form nach. Zurückhaltend und eindrucksstark bedeutet sein Werk eine eigenständige Fortführung bester deutscher Landschaftskunst", lautete die Begründung, mit der der "Preis der Malerei 1975" durch die Bayerische Akademie der Schönen Künste an den schweigsamen Mann vom Chiemsee verliehen worden ist. Croissant hatte mit Julius Diez, Karl Caspar und Willi Geiger profilierte Lehrer vorzuweisen. Keinem von ihnen ist er haften geblieben. Im Grunde war er ein legitimer Nachfahre von Max Haushofer, da er wie dieser das Seenland zu einem Zeitpunkt entdeckt hatte, an dem viele geglaubt hatten, dass diese Landschaft schon lange künstlerisch ausgeschöpft sei.
"Das Dasein hat ihn berührt, im Zustand der Ruhe, nicht der Aktion. Er hat es nicht in Frage gestellt, er wollte nur festhalten und schuf dabei Bilder von hoher kontemplativer Schönheit"[i] In seinen Aquarellen gelang es ihm ohne ständige Wiederholung die höchst reizvollen Motive und Stimmungen der verschiedenen Landschaften zu duftigen, lockeren Farben einzufangen, ohne dabei den Zauber dere Atmosphäre zu vernachlässigen. Immer wieder geriet er in den Bann der kleinen und der großen Schiffe, der Fischerboote mit ihren abenteuerlichen Takelagen und der alten Dampfer, die Winterschlaf hielten oder faul rostend vor sich hin dösten. Eugen Croissant wurde ein meisterhafter Schilderer und neuer Entdecker des Chiemsees. Selbst an strengen Frosttagen stand er draußen im Schnee, um in seiner malerischen Wahlheimat Aquarelle zu malen. Damit in der kalten Jahreszeit das Wasser nicht einfrieren konnte, streute er regelmäßig Salz hinzu. Trotzdem erkennt man an manchen Winterbildern infolge schnellen Einfrierens Schlieren und Kristalle, die als eigenwillige Struktur zurückblieben.

Franz Xaver Maria Gailer

         1898          geboren am 18. Oktober in Landau/Pfalz als Sohn des Kunstmalers August
       Croissant.

  1918/20      Architekturstudium an der Technischen Hochschule in München.

  1919           Max Slevogt erkennt das Talent und empfiehlt eine Kunstausbildung.

  1920/22      Kunstgewerbeschule bei Julius Diez und Willi Geiger in München.

  1923/24      Schüler von Karl Caspar an der Münchner Kunstakademie. In dessen Malklasse
                   lernt er die angehende Künstlerin Elisabeth Jäger kennen, seine spätere Ehefrau.

  1923/44      Mitarbeiter satirischer Kunstzeitschriften, u.a. „Meggendorfer Blätter“, „Fliegende
                   Blätter“, Simplicissimus“, „Der Querschnitt“.

  1924           Erste Ausstellung in der Modernen Galerie Thannhauser in München.
                   Aquarellankauf der Staatlichen Graphischen Sammlung München.

  1924/26      Studienreisen nach Südeuropa, Tunesien und an die Nordsee.

  1930/44      Mitglied der „Münchener Neue Secession“.

  1931           Verlust von 12 Aquarellen beim Brand des Münchner Glaspalastes.

  1932           Die Städt. Galerie München erwirbt das Bild „Istrische Landschaft“.

         1937           Dieses Gemälde wird durch die Reichskunstkammer aus der Städt. Galerie
       München als entartet entfernt.

  1943           Nach Ausbombung in München Übersiedlung nach Breitbrunn.
                    Eheschließung mit Elisabeth Jäger in München.

  1945           Umzug in den Lexenhof auf die Halbinsel Urfahrn am Chiemsee.
                    Gründungsmitglied der Münchener Künstlervereinigung „Neue Gruppe“.

  1945/56       Karikaturzeichner für die satirische Zeitschrift „Nebelspalter“.

  1948            Mitbegründer der „Notgemeinschaft Bildender Künstler Gstadt“.

  1949            Kollektiv-Ausstellung in der Städt. Galerie München.

  1952            Staatsankauf auf der Grossen Kunstausstellung im Haus der Kunst.

  1954            Die Städt. Galerie München erwirbt das Bild „Friedhof in Breitbrunn“.

  1968            Ehrenmitglied der „Zügelfreunde e.V. in Wörth am Rhein“.

  1975            Die Bayerische Akademie der Schönen Künste verleiht ihm den Preis für Malerei.

  1976            Eugen Croissant stirbt am 2. Februar in Urfahrn. Beisetzung auf dem
                    Inselfriedhof von Frauenchiemsee.

  1980           Im Pfälzer Kunstverlag Hans Blinn erscheint die Monographie „Die Welt des Eugen
                    Croissant“.

  1983           Sonderausstellung in der Torhalle Frauenchiemsee.

  1984           Retrospektive in der Städt. Galerie Rosenheim.

  1989           Ausstellung zum 90. Geburtstag in der Galerie Gailer in Bad Aibling.

  1995           Ausstellung in der Galerie im Alten Rathaus in Prien.

  1996           Croissant’s autobiographische Chiemsee-Chronik „Hinterm Mond“ erscheint im
                    Rosenheimer Verlag.

  1997           Am 12. September stirbt Elisabeth Croissant mit 94 Jahren in Prien.

  1998           Grosse Ausstellung in der Max Slevogt-Galerie in Edenkoben/Pfalz.

  1999           Gedächtnisausstellung im Haus des Gastes in Breitbrunn.




[i] Nagia Knott 1984


Eugen Croissant Bei der Ausstellung "Die Croissants" 2006/07 in der Städtischen Galerie Rosenheim
mussten wegen großer Nachfrage sogar Sonderführungen durchgeführt werden
Eugen Croissant Führung von Franz Gailer durch die Ausstellung "Die Croissants"
2006/07 in der Städtischen Galerie Rosenheim
Eugen Croissant Gut besuchte Führung durch die Ausstellung "Die Croissants"
2006/07 in der Städtischen Galerie Rosenheim
Eugen Croissant Chiemseemorgen
Aquarell | nach 1950
Nebel über dem Chiemsee
Aquarell | nach 1950
Eugen Croissant Urfahrn - Alte Weide mit Bootshütte
Aquarell | nach 1950
Eugen Croissant Weiße Tauben in Venedig
Aquarell | nach 1950
 Eugen Croissant Verschneite Buchenhecke an der Mühlner Bucht
Aquarell | nach 1950
Eugen Croissant Wintersonne
Aquarell | nach 1950
Eugen Croissant Staustufe
Aquarell | 20er Jahre
Eugen Croissant Lex'nhaus in Urfahrn
Aquarell | nach 1950
 Eugen Croissant Garten in Urfahrn im Herbst
Aquarell | nach 1950

Eugen Croissant

oben: Blattvorderseite
Durchbrechende Sonne
Aquarell | nach 1950

unten: Blattrückseite
Verschneite Birke in Urfahrn
Aquarell | um 1945/50

Eugen Croissant Verschneite Hecke am Chiemsee
Öl/Leinwand | nach 1945
 Eugen Croissant Winterlicher Garten am Chiemsee
Öl/Leinwand | nach 1945
Eugen Croissant Raureif
Aquarell | nach 1950
Eugen Croissant Eisgang in der Kailbacher Bucht
Aquarell | nach 1950
Eugen Croissant Gelbes Haus mit rotem Schlitten
Aquarell | 20er Jahre
Eugen Croissant Hochwasser in Urfahrn mit Haus Schlagintweit
Aquarell | um 1945/50
Eugen Croissant Breitbrunn - Alter Friedhof mit Schulhaus
Aquarell | nach 1950
Eugen Croissant Winterlicher Garten an der Mühlner Bucht
Aquarell | nach 1950
Eugen Croissant Breitbrunn - Alte Seestraße nach Mühlen
Aquarell | nach 1950
Eugen Croissant Breitbrunn - Kirche im Nebel
Aquarell | nach 1950
Eugen Croissant Spaziergänger am Tegernsee
Aquarell | 30er Jahre
Eugen Croissant Winterruhe
Aquarell | nach 1950
Eugen Croissant München - Vorstadthäuser am Abend
Aquarell | um 1923
Eugen Croissant Nordsee - Ziegelweg in den Dünen
Aquarell | 20er Jahre
Eugen Croissant Blick aus dem Fenster der Münchner Atelier-Wohnung in der Hohenzollernstraße
Aquarell | 20er Jahre
Eugen Croissant Griechenland - Mondnacht in Tinos
Aquarell | nach 1950
Eugen Croissant Italien - Badehütten in Monterosso
Aquarell | nach 1950
Eugen Croissant Verdorrtes Schilf im Winterkleid
Aquarell | nach 1950
Eugen Croissant Italien - Mondnacht in San Pietro di Castello
Aquarell | nach 1950
Eugen Croissant Winterwald
Aquarell | nach 1950
Eugen Croissant Ruderboote im Schnee
Aquarell | um 1945/50
Eugen Croissant Verschneites Gartentor
Aquarell | nach 1950
Eugen Croissant Urfahrn - Häuser Tassilo, Schlagintweit und Lausch
Aquarell | nach 1950
Eugen Croissant

Verschneite Gartenbank
Aquarell | nach 1950

Eugen Croissant Große Wäsche am Chiemsee
Aquarell | um 1950
Eugen Croissant Urfahrn - Gartentor am Lex'nhaus
Aquarell | nach 1950
Eugen Croissant Rote Boote im Gegenlicht
Aquarell | nach 1950
Eugen Croissant Erster Schnee
Aquarell | nach 1950
Eugen Croissant Neuschnee
Aquarell | nach 1950
Eugen Croissant Ruderboote am Steg
Aquarell | nach 1950
Eugen Croissant Morgenlicht
Aquarell | nach 1950
Eugen Croissant Tümpel an der Straße nach Eggstätt
Aquarell | nach 1950
Eugen Croissant Kreuzkapelle auf der Herreninsel
Aquarell | nach 1950
Eugen Croissant Urfahrn - Unser Boot im Winterkleid
Aquarell | nach 1950
Eugen Croissant Nebelmorgen
Aquarell | nach 1950
Eugen Croissant Seemorgen
Aquarell | nach 1950
Eugen Croissant Urfahrn - Verschneiter Rosenbogen am Lex'nhaus
Aquarell | nach 1950
Eugen Croissant München - Terrasse am Haus der Kunst im Regen
Aquarell | nach 1950
Eugen Croissant Sonnenblumen im Winter (Croissant-Garten an der ehemaligen Kiesgrube in Breitbrunn)
Aquarell | 1968
Eugen Croissant Venedig im Schnee
Aquarell | nach 1950
Eugen Croissant Griechenland - Aphaia-Tempel auf Ägina
Aquarell | nach 1950
Eugen Croissant Schraubendampfer "Schwalbe" am Anlegesteg auf der Fraueninsel
Aquarell | um 1945
Eugen Croissant Platanen auf der Herreninsel
Öl/Leinwand | 1965
Eugen Croissant Urfahrn - Winterlicher Garten am Lex'nhaus
Aquarell | nach 1950
Eugen Croissant Tunesien - Straße in Tunis
Aquarell | nach 1950