Karl Hermann Müller-Samerberg

 

22. März bis 19. April 1981
Ausstellung der Galerie Gailer GbR im Schloß Höhenrain

20. März bis 02. Mai 1999
Ausstellung der Galerie Gailer GbR in der Galerie Markt Bruckmühl


Karl Hermann Müller-Samerberg
1869 Adorf - 1946 Törwang


"...den Alltag zum Feiertag machen"

Karl Hermann Müller-Samerberg, der seinem Namen aus Liebe zur zweiten Heimat, dem Samerberg, diese Ortsbezeichnung hinzufügte, malte vorwiegend Motive des Höhenzugs zwischen dem Inn und der Prien. In seinem Lebenslauf schreibt er: »Im Sommer ging immer die ganze Schule aufs Land, um im Freien nach Modellen zu malen. Als wir im Sommer 1894 in Neubeuern waren, lernte ich auch den Samerberg kennen, der mich mit seinem schönen hügeligen Gelände seinen mannigfaltigen Waldgruppen, Alem, Höfen und kleinen Bauernkirchen in seiner Unberührtheit und seiner göttlichen Ruhe so gefangennahm, daß ich die Sommerferien mit gleichgesinnten Malern immer dort zubrachte. Als ich im Jahre 1909 ein Heim gründete, zog ich ganz auf den Samerberg, der mich nie losließ.« So sind Müllers Lieblingsmotive die Kirchen von Roßholzen, Steinkirchen und Grainbach, die er in unzähligen Variationen und im Wechsel der Jahreszeiten meisterhaft dargestellt hat. Er selbst bekannte: »Ich war immer bestrebt, eine Feiertagsstimmung in meine Bilder zu bringen und das Malen war mir Gottesdienst. Der Gedanke macht mich glücklich, wenn ich durch meine Kunst manchmal anderen Menschen den Alltag zum Feiertag machen konnte.«"


Fritz Aigner
(In: Aigner, Fritz: Maler am Chiemsee, Prien 1983, S, 283)

Steinkirchen am Samerberg
Öl/Leinwand
Blumige Wiesen am Samerberg
Öl/Leinwand | 1922 | 37 x 40 cm
Aus alter Zeit
Mischtechnik | um 1910 | 47 x 44 cm
Törwanger Kirche
Öl/Karton | 1943 | 42 x 34,5 cm
Nach dem Gewitter (Grainbach am Samerberg mit Regenbogen)
Öl/Holz | 1931 | 35 x 56,5 cm
Im Mondschein (Haus No. 3)
Mischtechnik | 50 x 50 cm
  Der Einsiedler
Mischtechnik | 1926 | 45 x 41 cm