Leo von Welden

 


27. März bis 25. April 1999
Ausstellung der Inselgalerie Gailer GbR in der Inselgalerie Frauenchiemsee

06. November bis 06. Dezember 2009
Ausstellung der Inselgalerie Gailer GbR in der Städtischen Galerie Rosenheim

01. Mai bis 17. Oktober 2010
Ausstellung der Inselgalerie Gailer GbR in der Torhalle Frauenchiemsee

01. Juli bis 30. Juli 2017
Ausstellung der Inselgalerie Gailer GbR im Haus des Gastes Gstadt


Leo von Welden
1899 Paris - 1967 Bad Feilnbach


Ein Maler des expresssiven Realismus

Weldens intellektuelle Heimat war lange Zeit Paris, dort war er 1899 geboren worden. Der Krieg zwang die Familie 1915 zur Übersiedlung nach München. Von 1920-1925 studierte er an der Akademie bei Angelo Jank und Adolf Schinnerer. Welden verlor 1943 sein Atelier und wurde nach Bad Aibling evakuiert. Dort lebte der Künstler bis 1952, danach bis zu seinem Tod 1967 in Bad Feilnbach.

Zahlreiche Anekdoten ranken sich um diese einmalige Künstlerpersönlichkeit, sein bukolisches Gelächter ist überliefert. Im Zentrum dieser Rückschau steht der Mensch und es ist ein besonderer Genuss, die Groteske, zu der Welden neigt, zu erleben. Die österreichische Schriftstellerin Gertrud Fussenegger bezeichnete Welden als "Wanderer zwischen Tragik und hintersinnigem Humor". An keinem gerade aktuellen Stil interessiert, blieb er zeitlebens ein Unangepasster. Wahlverwandt mit Ensor, Daumier und Kubin, mit dem ihn eine Freundschaft verband, schuf er in Traum- und Spukgestalten Heilige und Sünder. Seine Geschöpfe sind wildwuchernd oder befangen, Komödianten der menschlichen Gesellschaft.

Das Werk Leo von Welden umspannt zwei sehr unterschiedliche Schaffensphasen. Die Zäsur liegt in den fünfziger Jahren, als der Maler die Mitte seines Lebens längst überschritten hatte. Während der erste Teil seines Werkes altmeisterlicher Tradition verpflichtet ist, kommen im zweiten Teil die formalen und technischen Neuerungen seiner Zeit hinzu. Hier erst prägt Leo von Welden seine eigentliche, unverwechselbare Bildsprache aus.


Franz Xaver Maria Gailer



Aktuelle Sonderausstellung


Leo von Welden - Ein Maler des Expressiven Realismus

Haus des Gastes, Seeplatz 5, Gstadt am Chiemsee
01.07 bis 30.07.2017
Täglich geöffnet von 14.00 bis 18.00 Uhr

Zu den Werken

Dame auf Rot
Mischtechnik | um 1950 | 37,5 x 16 cm
  Faschingspaar
Öl/Hartfaser | 1964 | 36 x 15 cm
  Der Madonnenmaler
Öl/Hartfaser | um 1940 | 17 x 20,7 cm
Gesangsduo
Öl/Hartfaser | um 1950 | 32 x 23 cm
Fischkutter
Mischtechnik | 1967 | 42 x 59 cm
Leichenzug im Voralpenland
Öl/Sperrholz | um 1955
Elegantes Tanzpaar
Öl/Sperrholz | um 1945 | 26,5 x 18,2 cm